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Völkisches Kinderturnen in Pankower Turnhalle

Anhängerinnen der "GdF" auf einem Neonazi-Aufmarsch im Februar 2010 in DresdenMitglieder und Sympathisanten der neonazistischen „“ trafen sich am vergangenen Samstag in einer Schulturnhalle in Weißensee mit ihren Kindern. Nicht zum ersten Mal nutzte die älteste Frauenorganisation der extremen Rechten das Objekt.

„Mädels, Frauen und Mütter, die aktiv an einer nationalen Gemeinschaft teilhaben, diese gestalten und erleben“ und die von sich sagen „auch meine Kinder sind Teil dieser Gemeinschaft“, trafen sich am letzten Samstag zum Kinderturnen in einer Schulturnhalle in Weißensee. Die „Mädels, Frauen und Mütter“, sowie ihre Ehemänner, sind Mitglieder bzw. Sympathisanten der ältesten neonazistischen Frauenorganisation in Deutschland, der „Gemeinschaft deutscher Frauen“ (GdF). In der Selbstdarstellung der Frauenorganisation heißt es weiter, „die, die gekommen sind, um zu dienen – in Ehrfurcht vor dem heiligen Ziel – diese Frauen ruft Deutschland, ruft die kommende Generation – ruft auch die Gemeinschaft Deutscher Frauen.“

Am frühen Nachmittag öffnete sich die Tür der Turnhalle in der Meyerbeerstraße und innerhalb kurzer Zeit brachten mehrere Frauen und Männer aus dem Umfeld der „GdF“ ihre Kinder zum Turnen in das Objekt. Nach Informationen von „Berlin rechtsaußen“ nutzt die „GdF“ die Turnhalle bereits über ein Jahr für ihr unregelmäßig stattfindendes Kinderturnen.

Zu den bekanntesten Berliner Mitgliedern zählen die Neonazistinnen und . Während Hähnel als Beisitzerin im Bundesvorstand des „Ring Nationaler Frauen“ aktiv ist, mischt Zanker seit Jahren in der Berliner mit.
Regelmäßig organisieren die Frauen ein so genanntes „Mütterfrühstück“ in Berlin und Brandenburg. Auch Schulungen, Tanzfeste und Ausflüge in die Region bieten den völkisch-biologistischen Mitgliedern die „Möglichkeit, Kontakte und Freundschaften zu knüpfen […] und sich über Probleme und bei Fragen auszutauschen.“ Dafür erwartet die Gruppe aber „Disziplin, Ehrlichkeit, Offenheit, aktive Mitarbeit, Kameradschaft und eine nationale Gesinnung.“

Zuletzt nahmen ihre Anhängerinnen an einem völkischen Tanzfest im September in Pankow teil (Berlin rechtsaußen berichtete).

Anmerkung der Redaktion: In einer ersten Fassung dieses Artikels hatten wir den Namen einer nahegelegenen Schule genannt. Dadurch konnte der Eindruck entstehen, dass die Schule auch für die Vermietung der Halle zuständig sei. Die Schule legt wert auf die Richtigstellung, dass sie die Turnhalle selber ausschließlich als Mieter nutzt, weder über derartige Veranstaltungen informiert war noch in irgendeiner organisatorischen Weise beteiligt war.

Aus diesem Grund haben wir den Namen der Schule aus dem Artikel entfernt. Wir bedauern unsere Ungenauigkeit.

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